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Das Geheimnis der abnehmenden Haltbarkeit der Druckplatten

Oct 18, 2025 Eine Nachricht hinterlassen

Das Geheimnis der abnehmenden Haltbarkeit der Druckplatten

 

Zu den Faktoren, die sich vor allem auf die Haltbarkeit der Druckplatte auswirken, gehören bekanntermaßen übermäßiger Druck der Farbwalzen auf die Platte, übermäßige Polsterung des Gummituchs, zu viel Feuchtmittel, Verschleiß und Spiel in den Zylinderlagern der Maschine, ungleichmäßige lichtempfindliche Beschichtung auf der Platte und übermäßige Ansammlung von Papierstaub auf dem Gummituch. Die Situation, mit der wir dieses Mal konfrontiert waren, ist relativ speziell und die spezifischen Umstände sind wie folgt.

Ende Dezember letzten Jahres, während der Hochsaison der Buch- und Zeitschriftenproduktion, liefen die beiden 4787 Achtfarben-Rollenoffsetdruckmaschinen unseres Unternehmens Tag und Nacht ununterbrochen. Die Druckmaschinenbediener berichteten jedoch im Allgemeinen, dass die Papierqualität nicht sehr gut sei und sich viel Papierstaub auf den Drucktüchern befände. Bei Berührung mit der Hand fühlte es sich an wie eine Sandschicht (die eigentlich aus gröberen Zellstofffasern bestand), was zu starkem Verschleiß der Platten und einer geringen Haltbarkeit der Auflagen führte. In der Regel musste nach etwa 40.000 bis 50.000 Drucken eine neue Platte eingebaut werden, insbesondere für die untere Gruppe, was einen häufigeren Plattenwechsel erforderte. Dadurch konnte die tägliche Maschinenleistung nicht gesteigert werden, was den Produktionsplan erheblich beeinträchtigte. Da auch der Papierumschlag einige Zeit in Anspruch nahm, musste jeder die Zähne zusammenbeißen und diesen Papierstapel solange weiterverwenden, bis er fertig war.

Fünf Tage später wechselten wir zu einer qualitativ hochwertigen inländischen Papiermarke, aber die Situation verbesserte sich immer noch nicht wesentlich. Seltsam? Die aktuelle Papierqualität ist absolut in Ordnung. Warum kann die Haltbarkeit der Druckplatte nicht verbessert werden? Könnte es sich um ein Problem mit der Bedienung des Druckmaschinenbedieners handeln?

Angesichts dieser Zweifel überprüften wir nacheinander das Feuchtmittelverhältnis, den Druck der Farbwalzen auf der Platte, die Gummituchpolsterung usw. und stellten keine Probleme fest. Die Betreiber versicherten uns außerdem, dass alle Anpassungsdaten mit denen des letzten Quartals identisch seien und nicht willkürlich geändert werden könnten. Nach reiflicher Überlegung verglichen wir die alten Platten aus der vorherigen Charge mit den aktuellen alten Platten und stellten fest, dass der Oberflächenverschleiß ähnlich war, mit flachen vertikalen Kratzern. Offensichtlich war der Plattenverschleiß noch vorhanden. Nachdem Faktoren wie Papier- und Maschineneinstellungen ausgeschlossen wurden, waren die Plattenwalzen die einzigen Komponenten, die in engem Kontakt mit der Platte standen. Wir kamen zunächst zu dem Schluss, dass die groben Fasern der vorherigen Papiercharge kontinuierlich über das Gummituch auf die Platten und Gummiwalzen übertragen wurden. Nach Millionen von Drehungen und Kompressionen hatten sich diese Fasern fest in der Oberfläche der Gummiwalzen verankert, wie in Abbildung 1 dargestellt.

 

info-1-1Abbildung 1 Mit groben Fasersandpartikeln gepresste Gummiwalzenoberfläche Da die Zeit begrenzt war, führten wir zunächst Experimente am unteren Satz der ersten Farbgruppe durch, ersetzten zwei Stützwalzen und wischten die anderen Gummiwalzen eine nach der anderen sauber und begannen dann mit dem Drucken. Nach einem halben Testtag normalisierte sich die Haltbarkeit der Druckplatte wieder. Anschließend wurden die Stützwalzen der verbleibenden Sätze einzeln ausgetauscht. Zu diesem Zeitpunkt war das Problem des Druckplattenverschleißes durch grobe Fasern im Papier endgültig gelöst.

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